Es gibt drei Milliarden arbeitende Menschen auf diesem Planeten, und nur 40 Prozent von ihnen geben an, dass sie bei der Arbeit glücklich sind. Michael C. Bush teilt seine Einsichten darüber, was Arbeitnehmer unglücklich macht – und wie Unternehmen durch die Förderung der Zufriedenheit ihren Gewinn steigern können.

The Way We Work ist eine originelle TED-Videoserie, in der Führungskräfte und Denker praktische Weisheit und Einblicke in die Anpassung und das Gedeihen inmitten sich verändernder Arbeitsplatzkonventionen bieten.

Transkript:

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Übersetzung: Nora Hassenpflug Lektorat: Andreas Herzog
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Wir befragen CEOs, Polizisten, LKW-Fahrer, Köche, Ingenieure.
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Wenn Menschen arbeiten, befragen wir sie.
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Was wir über ihre Zufriedenheit wissen:
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Arbeitnehmer wollen alle dasselbe.
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[Wie wir arbeiten]
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Auf dieser Erde arbeiten 3 Milliarden Menschen.
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40 Prozent sagen, dass sie bei der Arbeit glücklich sind.
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Das heißt, ca. 1,8 Milliarden, fast 2 Milliarden Menschen
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sind nicht glücklich bei der Arbeit.
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Was passiert dadurch
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mit den Menschen und den Firmen, in denen sie arbeiten?
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Geld ist da ein großes Thema.
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Firmen, die viele glückliche Mitarbeiter haben,
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haben das dreifache Umsatzwachstum
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wie die Firmen, in denen das nicht so ist.
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Ihr Aktienkurs entwickelt sich dreimal so gut.
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Und die Fluktuationsrate
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ist halb so hoch wie bei Firmen mit vielen unglücklichen Angestellten.
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Das Wundersame ist,
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dass Sie dafür kein Geld ausgeben müssen.
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Es geht nicht um Tischtennisplatten, Massagen oder Gassi gehen.
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Es geht nicht um Vorteile.
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Es geht um den Umgang zwischen Mitarbeitern, Chefs und Kollegen.
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Hier sind ein paar Ideen, die Mitarbeiter glücklicher machen.
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Idee Nummer eins:
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In einem Unternehmen, in dem Mitarbeiter glücklich sind,
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finden Sie zwei Sachen:
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Vertrauen und Respekt.
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Führungskräfte sagen oft:
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„Wir vertrauen unseren Mitarbeitern.
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Wir bauen die Mitarbeiter auf.“
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Aber wenn jemand einen Laptop braucht —
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das ist ein wahres Beispiel —
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müssen 15 Leute diesen genehmigen.
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Für den Angestellten ist alles gut,
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aber 15 Bestätigungen für einen 1,500 Dollar Laptop?
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Da kosten die Genehmigungen mehr als der Laptop an sich.
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Und der Angestellte fühlt Misstrauen ihm gegenüber.
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Was kann also ein Unternehmen für ein gutes Vertrauenslevel tun?
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Die erste Firma, an die Ich da denke, ist Four Seasons.
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Sie haben tolle Standorte auf der ganzen Welt.
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Sie sagen ihren Mitarbeitern:
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„Macht das, was ihr beim Bedienen für richtig haltet.“
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Den Angestellten das Recht zu geben, das zu tun, was sie für richtig halten,
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gibt ihnen ein gutes Gefühl.
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Und deswegen haben sie mit den besten Service der Welt.
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Idee Nummer zwei: Fairness.
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Was noch das Vertrauen in einer Firma zerstört,
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und zwar schneller als alles andere,
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ist, wenn sich Mitarbeiter unfair behandelt fühlen.
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Angestellte wollen gleiche Behandlung,
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unabhängig von ihrem Rang, ihrer Dienstzeit, ihrem Alter,
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oder ihrer Erfahrung im Beruf
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verglichen mit anderen.
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Wenn ich an Unternehmen denke, die Fairness gut umsetzen,
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dann denke ich zuerst an Salesforce.
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Die fanden heraus, dass Männer und Frauen, die im selben Job arbeiteten,
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mit demselben Effizienzlevel
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nicht dasselbe Gehalt bekamen.
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Also rechneten sie sofort den Unterschied aus
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und sie investierten 3 Millionen Dollar, um das auszugleichen.
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Idee Nummer drei ist Zuhören.
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Um ein Zuhörer zu sein, der mit vielen Leuten Verbindungen schließen kann,
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müssen wir ein paar Sachen verlernen.
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Uns wurde aktives Zuhören und Augenkontakt beigebracht —
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ein instensives Starren
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und ein mitfühlender Blick.
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Das ist kein Zuhören.
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Zu wiederholen, was die Person sagt — das ist kein Zuhören.
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Bescheiden sein
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und nach der bestmöglichen Idee suchen —
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das ist Zuhören.
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Und Mitarbeiter wissen, ob Sie zuhören oder nicht.
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Sie wollen, wenn sie Ihnen eine Idee mitteilen, wissen:
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Wurde die Idee bei Entscheidungen bedacht?
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Das, was jeder gut findet, wenn er eine Idee teilt,
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ist zu wissen, dass das was er sagt, wichtig ist
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und den anderen eventuell überzeugt.
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Was ist sonst der Sinn der Unterhaltung?
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Wir kennen alle die Dinge, die wir ändern müssen,
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die wir anders machen müssen.
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Wie man sich verhält, wie man andere behandelt,
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wie man antwortet, unterstützt,
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definiert die Arbeitserfahrung für Ihr Umfeld.
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Sich verändern, um ein besserer Mensch zu sein —
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da gibt es schon genug Misserfolge.
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Aber sich zu verändern, weil man an etwas glaubt,
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eine Motivation hat,
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man alles dafür riskieren würde,
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weil es einem so wichtig ist —
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das ist der wahre Grund für Veränderung.
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Wenn es nicht so ist, sollten Sie woanders arbeiten.